Tag 11 Chiavari > Genua

Arrividerci! Der letzte Tag!

Besonders fein, wenn das Ächzen nach jedem Reisetag etwas lauter wird. Verspannter Rücken, beleidigte Wadln und Schultern… aber witzigerweise das Sitzfleisch… ka Problem. Und… Sobald man am Bike huckt, is ois vergess‘n.

Heute haben wir keine großen Sprünge erwartet. o-Ton Stoni: wir haben nur 40 km bis Genua. Das wird ein Klacks.

Jetzt sage ich… erwarte das unerwartete.

Wir haben also sehr selbstbewusst Zeit verbröselt … es geht ja um nix. Dass wird ein Home Run! Das Schöne am Radreisen. Die Überraschungen. Positiv wie negativ. Beides gehört dazu.

Numero Uno: aus 40 km wurden 60 km. Hö! Wie denn das?

Numero Due: Der letzte Anstieg dieser Reise forderte uns mehr als alle zuvor. Oida Schwede… Ich kann mich nicht erinnern, jemals so geschwitzt zu haben. Unser Körper hat aus jeder Pore geweint.

Stoni war zwar wie immer weit voraus. Er meint, wenn er Anstiege so langsam fährt wie ich, würd’ er umfallen. Tja, in der Ruhe liegt die Kraft. Eins-zwo-eins-zwo. Er wartete dafür wieder mal apathisch und nicht ansprechbar am Gipfel. Teuflisches Grinsen meinerseits.

Eh gut, dass wir kurz davor in einem Ristorante ausgiebig schwere Kost getankt haben. Und weil’s eh ein Klacks wird, noch ein 1/4 Vino getrunken. Ha! Eigentor!

Aber sonst haben wir nichts ausgelassen… Komoot war auf ca. 850 km wieder Mal ein guter Begleiter. Hat uns gestern durch’d Gstätt‘n, einen richtigen Dschungel geleitet. Sensation… dichte Wälder, verlassene menschenleere Trails, ruhige Ortschaften. Das war wödklasse.

Sonst war ois dabei… Schotterstraßen, vorbei an verlassenen Ständen, kleine Häfen, Bergdörfer, Lost Places, Treppelwege, durch irrsinnig lange Pinienwälder, verlassene Landstraßln, aber auch frequentierte Schnellstraßen. Stoni alias Navigator und Komoot… ein super Duo!

Tja, willst du wirklich Platzerl abseits großer Menschenmassen entdecken… ? #steigaufrad

Hahaha, mein Spezi hat gestern die 4. Dorne kassiert. Der Gringo dürfte wahrlich eine Babyhaut haben.

Ja, Stoni und ich – Wir haben gelitten und gestritten. (Nur so’n Hick-Hack) Aber noch viel mehr gesehen, geplaudert, gelacht und gemeinsam geniale Momente erlebt. Wir sind so unterschiedlich, dass das genau passt. Natürlich geh’n wir uns manchmal am Keks. Aber für unsere Radreisen passen wir zaum wie’d Faust aufs Aug‘.

So super, dass wir vor Jahren damit losgelegt haben. Danke an unsere Mädls, dass wir unsere Spompanadl machen dürfen und uns für 12 Tage über‘d Häuser hauen können. Freu‘n uns schon mördermässig auf unser‘ Family!

Ach ja, danke an unsere Quartiermeisterin Adela. Du bist ein Checker! Gestern hat sie uns in einem Youth Hostel untergebracht. Ostello Bello… wir haben den Altersschnitt g‘scheit auffig‘haut.

Aus, Maus… das war‘s. Danke fürs dranbleiben. Ich geb jetzt ein paar Tagerl a Ruah …. schöne Grüß‘ aus Genua!

Heut‘ Nachmittag geht‘s ins schöne OÖ. Jupiduuuuuuu!

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